Donnerstag, 28. Februar 2008

Der iPod-Index - nützliche Erfindung oder billige Kopie des Big Mac Index?

Der iPod-Index ist ein Instrument zum internationalen Vergleich der Kaufkraftparität. Zur Erstellung dieses Index wird das elektronische Musik-Abspielgerät iPod von Apple benutzt. Die weltweiten Preise für das Abspielgerät sollen Auskunft darüber liefern, ob Wechselkurse fair bewertet sind. Der Index wird zur Währungsanalyse von Investmentbanken genutzt. Nach der aktuellen Tabelle ist in Deutschland der Euro gegenüber dem Dollar zum Beispiel um 36 Prozent überbewertet. Aber auch andere Währungen, wie z.B. das britische Pfund notiert ein Drittel über seinem wahren Wert. Schweizer Franken und Australischer Dollar liegen danach im Schnitt noch 25 Prozent zu hoch. Lediglich gegenüber dem Hongkong-Dollar und dem japanischen Yen ist die US-Währung angemessen bewertet.

Dem ökonomischen Lehrsatz zufolge müssen identische Güter überall auf der Welt das gleiche kosten, wenn die entsprechenden nationalen Preise in einer einheitlichen Währung wie dem Dollar ausgedrückt werden. Andernfalls würden die Güter aus den billigeren in die teureren Länder exportiert, bis sich die Wechselkurse angepasst haben. Der iPod ist wie geschaffen für die Berechnung der Kaufkraftparität. Dies ist ein stark vereinfachtes, die Realität nicht vollständig abbildendes Verfahren. Die Endverbraucherpreise richten sich heute vielmehr nach weiteren Einflussfaktoren wie Steuergesetzgebung, Schutzzölle, Marketing und Transportkosten.

Egal wie nützlich dieses Verfahren ist: Es macht den iPod nicht wirklich nützlicher für den Endverbraucher. Apples neuster Streich ist das so genannte iPhone. Das neue Gerät geht sogar noch einen Schritt weiter als seine Brüder. Diesmal soll der Markt für Mobiltelephone revolutioniert werden. Hierbei zeigt sich das iPhone als Eier legende Wollmilchsau. Das iPhone zu besitzen ist keine Frage des Preises, sondern eine Frage der Philosophie. Wirkliche iPod bzw. Apple-Fans haben lange auf dieses Gerät gewartet und haben der Markteinführung regelrecht entgegengefiebert. Neu für iPod und iPhone sind auch verschiedene Zusatzprogramme.

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